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Regeln für Website Meta Tags

Ein Artikel in der Salzburger Wirtschaft (Wochenzeitung der Wirtschaftskammer Österreich) geht auf den rechtlichen Aspekt ein ob ein Unternehmen in den eigenen Website-Meta-Tags die Marke oder Unternehmenskennzeichen des Mitbewerbers zu den eigenen Keywords hinzufügen darf. Dies betrifft zum Beispiel Meta Title, die Meta Description als auch die Meta Keywords und den Body (Inhalt) des Dokumentes.

Regeln für Website Meta Tags


Regeln für Website-Meta-Tags

Mit Meta-Tags werden Informationen über Websites für Suchmaschinen bereitgestellt. Es ist darauf zu achten, dass kein Wettbewerbsverstoß vorliegt.

Meta-Tags sind Schlagwörter, die in der Regel am Anfang eines HTML-Dokuments eingegeben werden, und zwar in dem der Internetseite zugrunde liegenden Quelltext. Meta-Tags sind für den Nutzer am Bildschirm nicht sichtbar. Welche Begriffe eingetragen werden, ist aber unter anderem wesentlich dafür, wie Suchmaschinen die Website eines Unternehmen finden und listen.

Bei der Auswahl der Begriffe, die in die Meta-Tags der eigenen Homepage eingetragen werden, ist darauf zu achten, dass kein wettbewerbswidriges Verhalten vorliegt. Vorsicht ist besonders bei der Verwendung von fremden Marken und Unternehmenskennzeichen geboten. Denn auch wenn Meta-Tags für den User nicht sichtbar sind, kann das rechtlich verfolgt werden. Ein Wettbewerbsverstoß liegt in diesen Fällen dadurch vor, dass der Verweis auf andere Marken und Unternehmen den Eindruck einer wirtschaftlichen oder gesellschaftsrechtlichen Verbindung mit dem eigentlich Berechtigten der Marke oder der Unternehmenskennzeichnung vortäuscht.

Unwichtig ist dabei die Frage, ob der Betreiber der Website oder ein Dritter (zum Beispiel der beauftragte Webdesigner) den unzulässigen Eintrag durchgeführt hat. Denn der Inhaber der Website ist nach Kenntnis des unzulässigen Meta-Tags verpflichtet, den Verweis auf seiner Website zu verhindern. Ihn trifft auch eine Nachprüfpflicht, ob die Löschung der unzulässigen Meta-Tags wirklich erfolgt ist. Das in seinen Rechten beeinträchtigte Unternehmen kann auf Unterlassung und bei Verschulden sogar auf Schadenersatz klagen. Es ist daher vorab nachzuprüfen, ob man mit der Verwendung von Schlagwörtern in die Rechte Dritter eingreift.

Auch keine Tricks wie „Word stuffing“ erlaubt

Der Begriff „Word stuffing“ stammt daher, dass Webmaster früher mit der häufigen Verwendung von Schlüsselwörtern oder unzutreffenden Beschreibungen ihrer Website ein hohes Ranking bei Suchmaschinen angestrebt haben. Das ist mittlerweile nicht mehr gängig, weil etwa Google auf die Missbrauchsmöglichkeiten reagiert hat und Keyword Meta-Tags für das Ranking mittlerweile völlig ignoriert (nicht aber die Inhalte der Websites).

Webmaster sind nun dazu übergegangen, die Schlüsselwörter, unter denen sie gefunden werden wollen, nicht in Meta-Angaben zu verstecken, sondern sie möglichst häufig im Text unterzubringen. Damit Nutzern das verborgen bleibt, werden sie z. B. in der Farbe des Hintergrunds geschrieben (Hidden Text). Eine weitere Alternative wird angewandt, indem eine so kleine Schriftgröße verwendet wird, dass der Besucher die Schrift nicht mehr erkennen kann. Zudem werden Schlüsselwörter möglichst weit oben im Text verwendet, um eine noch größere Relevanz vorzuspiegeln. Wird etwa eine fremde Marke oder ein fremdes Unternehmenskennzeichen in derselben Farbe wie der des Seitenuntergrundes auf die eigene Website geschrieben, ist die fremde Marke zwar für das menschliche Auge nicht sichtbar, sehr wohl aber für Suchmaschinen.

Im Einzelfall ist eine Interessenabwägung vorzunehmen, ob derjenige, der die fremde Bezeichnungen in seinen Meta- Tags verwendet, ein berechtigtes Interesse am Gebrauch der Marke hat, wie zum Beispiel der Gebrauchtfahrzeughändler, der Fahrzeuge einer Marke vertreibt, ohne Vertragshändler zu sein.

Prüfung auf Eingriffe

Wenn Sie in den Meta-Tags Begriffe verwenden, die nicht zum allgemeinen Sprachschatz gehören oder es sich um Marken oder Firmenbezeichnungen handelt, an denen Sie kein entsprechendes Recht haben, sollten Sie im Einzelfall eine genaue Prüfung auf mögliche Eingriffe in Rechte Dritter vornehmen. Mehr Infos finden Sie online unter www.patentamt.at oder beim Firmenbuchgericht Handelsgericht Wien, Tel. +43 1 51528-0.

Beachten Sie, dass Marken auch (nur) in anderen Ländern geschützt sein können. Im Internet ist daher auch auf internationale, fremde Markenrechte Rücksicht zu nehmen.

Artikel der Salzburger Wirtschaft – Ausgabe Nr. 13 vom 28.3.2014

 

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