SEO Trends 2017 – Suchmaschinenoptimierung

Was muss eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung leisten? Diese Frage beschäftigt uns als SEO-Agentur jeden Tag. Zu Beginn des neuen Jahres möchten wir Ihnen unsere Learnings und Tipps für das Jahr 2017 mit Ihnen teilen – so haben Sie gleich eine Checkliste für Ihre Online-Planung 2017 in der Hand. Neben aktuellen SEO-Trends haben wir auch einige Klassiker auf die Agenda gesetzt, die zwar nicht mehr brandneu, aber immer noch aktuell sind.

SEO 2017 – Das gehört auf Ihre Online Marketing Agenda!

 

1. Think Mobile: Mobilfreundlichkeit für Benutzer und Suchmaschinenoptimierung

Zugegeben: Mobile ist nicht mehr neu. Aber bei Anteilen von 72,3 % (Nutzung von mobilem Internet über Smartphones in der österreichischen Bevölkerung lt. Statistik Austria) kann es sich nun wirklich niemand mehr leisten, auf mobile SEO zu verzichten. Bereits seit April 2015 ist Mobilfreundlichkeit ein offizieller Rankingfaktor für Google. Vor allem die Bereiche Usability und Ladegeschwindigkeit spielen bei der mobilen Nutzung eine große Rolle. Die Gestaltung einer Website im Responsive Design gewährleistet, dass eine Seite auf Smartphones und Tablets gut les- und bedienbar ist. Mit einer mobilfreundlichen Website ersparen Sie Nutzern also ein frustrierendes Erlebnis.

Google wird voraussichtlich Ende 2017 den Mobile Index als First Index werten, was bereits wiederholt (zuletzt APril 2017) verschoben wurde. Somit ist eine für Mobilgeräte taugliche Seite für Suchmaschinenoptimierung ein absolutes Muss.

Tipp: Werten Sie gezielt die Nutzung Ihrer Website mit mobilen Geräten aus. So erkennen Sie, wo die Problemstellen liegen und die Nutzerfreundlichkeit weiter verbessert werden kann.

 

2. Local SEO: Standortbezogene Auffindbarkeit

Für den Einzelhandel, lokale Dienstleister, Hotellerie und Gastronomie ist die Suche mit Ortsbezug besonders relevant. Doch wie erhöht man die Auffindbarkeit eines Standorts bei der Suchmaschinenoptimierung?

Der wichtigste Eintrag für lokale Geschäfte ist Google My Business. Dieser kostenlose Service ermöglicht es Unternehmen, sich direkt bei Google einzutragen und Informationen wie Adresse, Öffnungszeiten oder Angebot selbst zu verwalten. Dadurch haben Unternehmen besonders großen Einfluss darauf, wie sie von Google in den Suchergebnissen und auf Google Maps dargestellt werden. Eine Verifizierung des Eintrags gewährleistet, dass ein Unternehmen tatsächlich an der angegebenen Adresse zu finden ist – ein wichtiges Signal für Google und höhere Sicherheit für Nutzer.

Wichtig ist hierfür die NAP-Konsistenz (Name, Address, Phone): Kontrollieren Sie regelmäßig, ob Ihr Unternehmen überall mit denselben, richtigen Daten eingetragen ist.
Unsere Tipps für lokale Unternehmen:

  • Aktuelle, vollständige Daten hinterlegen
  • Google my Business-Eintrag anlegen und verifizieren
  • Einordnung in die richtige Kategorie
  • Einträge mit Bildern ergänzen
  • Bewertungen sammeln und Rezensionen beantworten

Eine zusätzliche Chance für lokale Geschäfte sind Branchenbuch-Einträge mit Orts- und/oder Produktbezug. Im Idealfall dominiert ein Unternehmen so die gesamte erste Suchergebnisseite, da neben der offiziellen Unternehmenswebsite die Firmeneinträge in unterschiedlichen Branchenbüchern angezeigt werden. Auch eine Integration von Google Maps direkt auf der Unternehmenswebsite ist für lokale Unternehmen absolut sinnvoll. Dass die Adressdaten (im Footer und im Impressum) auf dem neusten Stand sind, sollte selbstverständlich sein.

Denken Sie außerdem über strukturierte Daten (siehe Punkt X) nach – eine weitere Möglichkeit, Ihren Unternehmensstandort anzugeben.

 

3 Quality Signals (statt Social Signals?)

Treffender als Social Signals ist für uns der Begriff Quality Signals. Darunter lassen sich alle Nutzerhandlungen zusammenfassen, die signalisieren, dass ein Angebot relevant ist. Als Signale wirken vor allem Bewertungen und das Teilen von Inhalten in sozialen Netzwerken.

Bewertungen: Eine Bewertung (positiv oder negativ) ist ein starkes Signal dafür, dass ein Angebot tatsächlich in Anspruch genommen wird. Google integriert mittlerweile sogar Bewertungen von fremden Plattformen wie Facebook, Herold oder Docfinder.

Bewertungen aus dem Web wie jene von Herold.at auf Google My Business Einträgen.

Sharing: Teilen von Inhalten in sozialen Netzwerken. Geteilt werden nur die besten Inhalte. Und auch die besten Inhalte werden nur geteilt, wenn dies problemlos möglich ist. Ein Share ist deshalb ein klares Signal an Suchmaschinen, dass dieser Inhalt etwas besonderes ist und es dem leser wichtig ist, dass auch andere Internet Nutzer diesen Inhalt erreichen.

Für uns folgt daraus: Wer teilenswerte Inhalte erstellt und das Teilen und Bewerten so einfach wie möglich macht, kann sich über zahlreiche Quality Signals freuen!

Tipp: Mit Open Graph Meta Tags bestimmen Sie selbst, wie Ihre Inhalte beim Teilen aussehen. Es gibt hierzu auch die Twitter Cards, speziell für Twitter Shares. Ihre Klickraten werden dabei vergleichbar den Suchresultaten weiter verstärkt.

Markenpflege

Auch Profile in sozialen Netzwerken werden bei der Suchabfrage nach einem Unternehmen angezeigt – eine gute Möglichkeit, die erste Suchergebnisseite zu dominieren und dem User unterschiedliche Plattformen für sein Informations- oder Interaktionsbedürfnis. Am Beispiel Coca-Cola sind das unter anderem Facebook, Twitter, YouTube und Karriere.at.

Suchresultat bei Google auf der Suche nach Coca-Cola.

Weitere Netzwerke und Plattformen, die bevorzugt in den Suchergebnissen präsentiert werden sind:

  • LinkedIn
  • Kununu
  • Herold
  • Xing
  • Pinterest
  • Slideshare

Zu bedenken ist außerdem, dass soziale Netzwerke ebenfalls als Suchmaschine fungieren. Sauber angelegte, verifizierte Unternehmensprofile sind deshalb ein absolutes Muss, damit Nutzer schnell das richtige Angebot identifizieren können. Und als Traffic-Bringer sind Facebook & Co natürlich ein unverzichtbarer Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung Strategie.

 

4. Links

Ja, Links sind immer noch ein SEO-Faktor (von vielen). Dabei geht es nicht mehr um möglichst viele, sondern möglichst hochwertige Links von thematisch relevanten Seiten. Besonders wertig sind dabei Backlinks, über die tatsächlich Besucher auf die Seite gelangen – die also für echten Traffic sorgen. Der Königsweg ist es, verlinkenswerte Inhalte zu schaffen – einzigartig, informativ, unterhaltsam. Wer jedoch nicht die nötigen Ressourcen für professionelle Content-Erstellung einsetzen kann oder will, greift auf alternative Linkquellen zurück.

Für ein Hotel im Zillertal fällt beispielsweise ein Backlink der Tourismusregion Zillertal in die Kategorie „wertvoll“ – hier sind örtliche und thematische Relevanz eindeutig gegeben. Eine weitere Möglichkeit, Links zu generieren sind hochwertige Branchenbucheinträge (Achten Sie unbedingt auf NAP-Konsistenz!). Recherche und Eintragung nehmen zwar Zeit in Anspruch, mit themen- und/oder ortsrelevanten Einträgen punkten Sie jedoch bei Suchmaschinen UND Nutzern.

Eine weitere Quelle für hochwertige Links sind Ihre Firmennetzwerke: Lassen Sie sich von Kunden und Partnern verlinken und revanchieren Sie sich ebenfalls mit einem Link (beispielsweise im Bereich Referenzen).

 

5. Website-Technik

Aus unserer Sicht die Basis für Suchmaschinenoptimierung! Stimmt die Technik nicht, werden auch alle anderen Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen. Die Website-Technik spielt für ein gutes Ranking eine zentrale Rolle. Veraltete Technik sorgt nicht nur für ein negatives Nutzerergebnis, sondern lässt vermuten, dass die Inhalte ebenso wenig aktuell sind – Relevanz sieht anders aus. Deshalb gilt es, technische Aspekte wie Page Speed, Servertechnik und Seitenstruktur immer im Auge zu behalten. Die wichtigsten Kriterien für eine technisch gut aufgestellte Website und deren Suchmaschinenoptimierung sind:

  • Ordentliche, nutzerfreundliche Seitenstruktur
  • Fehlerfreie Indexierbarkeit
  • Korrektes Domainrouting
  • Gute Ladegeschwindigkeit
  • Mobilfreundlichkeit und problemlose Darstellung in unterschiedlichen Browsern auf unterschiedlichen Geräten

Ein weiterer Aspekt sind SSL-Zertifikate, die eine Umstellung auf https ermöglichen. Dadurch signalisieren Sie Sicherheit – vor allem für Online Shops und Websites mit Dateneingabe ein Qualitätsmerkmal.

 

6. Strukturierte Daten & Rich Snippets

Attraktive Suchergebnisse führen zu besseren Klickraten. Mit Zusatzinformationen wie Bewertungen, Produktdetails, Veranstaltungen oder Adressdaten angereicherte Suchergebnisse nehmen nicht nur mehr Raum ein, sondern liefern dem Suchmaschinenuser gute Klick-Argumente. Diese Mikrodaten werden gemäß schema.org hinterlegt und von Suchmaschinen eingelesen. Ein weiterer Vorteil: Strukturierte Daten verdeutlichen Google und Co gegenüber, wofür die Website steht und in welchen Gebieten das Angebot relevant ist.

Mit strukturierten Daten helfen Sie Suchmaschinen (Maschinen) dabei, Ihr Angebot zu verstehen. Indem Sie beispielsweise Mikrodaten für Veranstaltungen hinterlegen, Newsbeiträge als solche kennzeichnen, Produkte näher beschreiben oder Adressdaten hervorheben zeigen Sie, in welche Kategorie Ihre Website eingeordnet werden soll. Die Kategorien sind bereits vordefiniert.

Hinterlegt werden beispielsweise: (weitere infos auf schema.org)

  • Bewertungen
  • Personendaten (z.B. aus Xing)
  • Produktdetails (Preis, Verfügbarkeit…)
  • Adressdaten
  • Veranstaltungsdaten

Mit strukturierten Daten erleichtern Sie außerdem digitalen Assistenten (Punkt X) das Beantworten einfacher Fragen wie „Wann beginnt Veranstaltung XY?“ oder „Wo befindet sich Ort XY?“.
Tipp: Testen Sie mit diesem Google-Tool, ob Sie die Daten richtig hinterlegt haben.

 

7. Google-Alternativen und Vertikale Suche in der Suchmaschinenoptimierung

Obwohl Google ganz klar den Suchmaschinenmarkt dominiert, gibt es noch etliche weitere Suchmaschinen. Neben direkten Konkurrenten wie Bing, Yandex und Baidu werden auch YouTube und Facebook für die Suche nach Informationen, Produkten und Dienstleistungen genutzt. Zusätzlich sollten Sie sich mit dem Thema vertikale Suche beschäftigen und je nach Branche weitere Optimierungsfelder erschließen.

Vertikale Suche bezeichnet die Suche innerhalb eines bestimmten Themenfeldes (beispielsweise Produkte – Amazon und Rakuten, Bilder – Google Bildersuche, Hotels – Booking.com, Apps – jeweilige Appstores (Google Play, Apple App Store, Amazon App Store), usw.…). Die Auffindbarkeit Ihres Angebots können Sie auch hier verbessern! Pauschal gilt: Umso mehr Informationen Sie hinterlegen, desto besser werden Sie gefunden.

Tipp: Behalten Sie – je nach Angebot – diese Suchmaschinen im Auge!

  • Google
  • Bing
  • Facebook
  • YouTube
  • Yandex
  • Trivago und weitere Hotelsuchmaschinen
  • Baidu
  • Amazon
  • Rakuten
  • App-Stores (Google Play, Apple App Store, Amazon App-Store)

 

8 Digitale Assistenten & Sprachsuche

Sie heißen Siri, Cortana, Alexa oder Google Assistant. Ihre Aufgabe: Als digitaler Assistent unseren Alltag vereinfachen. Und wie es sich für einen guten Assistenten gehört, personalisieren Cortana & Co. die Suchergebnisse und schneiden diese so gut wie möglich auf die Nutzerbedürfnisse zu. Die digitalen Assistenten reagieren auf Sprachbefehle und verstehen auch Suchanfragen in ganzen Sätzen (Conversational Search).

Ein Beispiel für Conversational Search:

Die digitalen Assistenten reagieren auf Sprachbefehle und verstehen auch Suchanfragen in ganzen Sätzen. Conversational Search bei Google nach „Wo leben Pinguine“.

Doch welche Konsequenzen hat Voice Search für Suchmaschinenoptimierung? Drei Entwicklungen sind unserer Ansicht nach wahrscheinlich:

8.1 Nutzung strukturierter Daten

Strukturierte Daten liefern Antworten auf kurze Fragen – ideal für Suchanfragen, die auf eine ganz bestimmte Information abzielen.

8.2 Nutzung von FAQ

Mit FAQ (Frequently Asked Questions) nehmen Sie den Assistenten die Arbeit ab: Indem Sie Fragen in ganzen Sätzen aufgreifen und beantworten, reagieren Sie direkt auf Conversational Search-Anfragen.

Formulierungen, die mit W-Fragen (Wer? Wo? Wann? Wie?) beginnen, treffen ausformulierte Suchanfragen besonders genau.

8.3 Ortsbasierte Fragen

Fragen nach Orten und Adressen sind in der Sprachsuche besonders wichtig. Vor allem unterwegs, beispielsweise im Auto, ist die Voice Search einfach praktisch. Das Interesse der Suchenden wird sich in vielen Fällen auf lokale Angebote richten: „Zeige mir Lokale für Brunch in Salzburg“.

Tipp: Werfen Sie einen Blick auf die Suchanfragen in der Google Search Console, mit denen Ihre Seite gefunden wird. Möglicherweise sind hier bereits Suchanfragen in Satzform zu finden!

 

9. Trend: Virtual Reality (VR)

Digitale Erlebnisse, so nah an der Realität wie nie zuvor: Das versprechen Virtual Reality Angebote. Mit einer VR-Brille sehen Nutzer beispielsweise 360°-Videos oder spielen Virtual Reality-Games. Auf dem Markt tummeln sich bereits zahlreiche Anbieter. Die bekanntesten Modelle sind aktuell wohl Oculus Rift, Samsung Gear, Playstation VR und HTC Vive – und nach Weihnachten ist garantiert der eine oder andere Haushalt um eine VR-Brille reicher.

Obwohl der Trend Virtual Reality wohl noch eine Weile brauchen wird, um in unserem Alltag anzukommen, behalten wir die Entwicklung im Auge.

Tipp: Auf YouTube ist bereits eine ganze Sammlung von VR-Videos zu finden: YouTube Virtuelle Realität Sammlung

 

10. Statistik & Analyse gehören auch zu Suchmaschinenoptimierung

Eine Webpräsenz dient in den meisten Fällen dem Zweck, Interessenten, Käufer und Gäste anzusprechen und für das Angebot zu begeistern. Das oberste Ziel sind Conversions, also konkrete Handlungen des Seitenbesuchers, die Ihren Zielen zu Gute kommen. Das kann ein Kauf oder ein Download sein, oder auch eine Newsletter-Anmeldung, Anfrage usw. Welche Handlung für Sie eine Conversion darstellt, definieren Sie selbst. Ob Online Marketing und SEO Erfolg zeigen, sehen Sie unter anderem in Ihren Webstatistiken wie Google Analytics.

Eine grundlegende Frage ist: Welche Keywords sind für Ihr Angebot tatsächlich relevant und über welche Keywords wird Ihr Angebot gefunden? Besteht eine Diskrepanz zwischen Ihrem Angebot und dem, was Ihre Seitenbesucher suchen, werden Sie über Ihre Webpräsenz kaum Umsatz machen. Überprüfen Sie also, ob Sie bei relevanten Suchanfragen gut ranken und finden Sie heraus, warum Sie auch über unpassende Suchanfragen gefunden werden. Auch die Entwicklung der Sichtbarkeit im Zeitverlauf liefert wichtige Hinweise auf Optimierungspotential. Bei starken Veränderungen in der Sichtbarkeit Ihrer Domain sollten Sie aufmerksam werden – häufig steckt dahinter ein technischer Fehler, der schnell wieder behoben werden kann.

Am Besucherverhalten auf Ihrer Website erkennen Sie, welche Inhalte funktionieren und welche nicht. Wählen Sie einige nützliche Kennzahlen, aus denen Sie tatsächlich Handlungen ableiten können – finden und optimieren Sie Schwachpunkte, erkennen Sie erfolgreichen Content und bauen Sie diesen weiter aus.

Analytics & Datenschutz: Denken Sie auch daran die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Nutzertracking zu beachten. In unserem Beitrag Rechtssicheres Impressum haben wir die wichtigsten Fakten für Sie zusammengefasst.

 

Erstveröffentlichung dieses SEO Artikels am 21.12.2016. Gerne können Sie uns Vorschläge senden oder Fragen zu Suchmaschinenoptimierung. Sie können das PromoMasters Team für Suchmaschinen Beratung und Consulting als auch zur Durchführung buchen. Senden Sie uns jetzt Ihre Anforderungen. Letztmalige Aktualisierung des Artikels erfolgte am 03.05.2017 durch Michael Kohlfürst.