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Google Analytics ab sofort datenschutzkonform einsetzbar

Nach fast zweijährigen Verhandlungen haben sich deutsche Datenschutzbehörden mit Google über den datenschutzkonformen Einsatz von Google Analytics geeinigt. Erforderlich ist neben technischen Anpassungen auch ein Vertrag mit Google.

Die seit Ende 2009 geführten Diskussionen zwischen Google und Prof. Dr. Johannes Caspar, Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, über die nötigen Änderungen für einen gesetzeskonformen Einsatz von Google Analytics haben ein (vorerst) positives Ende gefunden. Ab sofort können Website Betreiber das Webstatistik-Tool bei Beachtung der ausgehandelten Vorgaben gesetzeskonform und bedenkenlos einsetzen.

Folgende Maßnahmen sind für die legale Nutzung von Google Analytics umzusetzen:

1. Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google
2. Anonymisierung der IP-Adresse
3. Widerspruchsrecht ermöglichen
4. Datenschutzhinweis anpassen
5. Löschung von Altdaten (bestehende Google Analytics Profile)

1. Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google

Zunächst muss ein von Google vorbereiteter Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung schriftlich abgeschlossen werden. Websitebetreiber gelten dabei als Auftragsgeber, Google als Auftragsnehmer. Die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag schließt Kontrollpflichten auf Seite der Websitebetreiber ein, bei denen Google durch Vorlage entsprechender Nachweise unterstützt.

Weitere Informationen sowie eine mit den Datenschutzaufsichtsbehörden abgestimmte Vorlage finden Sie

2. Anonymisierung der IP-Adresse

Websitebetreiber müssen die IP-Masken-Funktion aktivieren. Diese beauftragt Google, das letzte Oktett der IP-Adressen zu löschen. Dadurch ist eine Identifizierung der Internetnutzer nicht mehr möglich. Für die Anonymisierung muss auf jeder Internetseite mit Analytics-Einbindung der Trackingcode um die Funktion „_anonymizeIp()“ ergänzt werden.

Weitere Details hierzu finden Sie im Google Hilfecenter.

3. Widerspruchsrecht ermöglichen

Internetnutzern muss die Möglichkeit eines Widerspruchs gegen die Erfassung ihrer Nutzungsprofile eingeräumt werden. Dazu sollen Websitebetreiber einen Link auf die Browser-Add-Ons setzen. Diese verhindern, dass Google Analytics auf den besuchten Seiten ausgeführt wird.

Bisher waren diese Add-Ons nur für Internet Explorer, Firefox und Chrome verfügbar. Jetzt bietet Google auch entsprechende Add-Ons für Safari und Opera an. Damit kommt der Internetkonzern der Forderung der Datenschützer nach, das Opt-Out-Tool für alle gängigen Browser bereitzustellen. Ausgenommen sind noch Browser für Smartphones. Eine Adaption für die mobilen Internetbrowser sei laut Johannes Caspar in Zukunft allerdings auch notwendig.

4. Datenschutzhinweis anpassen

Websitebetreiber müssen Internetnutzer in der Datenschutzerklärung beziehungsweise im Impressum zwingend über die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen von Google Analytics aufklären. Dazu gibt Google die Verwendung eines speziellen Textes, der in den Google Analytics AGBs angegeben ist, vor. Siehe dazu: http://www.google.com/intl/de_ALL/analytics/tos.html

Dieser Text muss um die Punkte Anonymisierung sowie Widerspruchsmöglichkeit mittels Browser-Add-Ons ergänzt werden.

5. Löschung von Altdaten (bestehende Google Analytics Profile)

Websitebetreiber, die Google Analytics bereits eingesetzt haben, müssen sämtliche Altdaten löschen, da diese unrechtmäßig erhoben wurden. Da dies derzeit jedoch nicht über das Analysewerkzeug machbar ist, muss das alte Google-Analytics-Profil gelöscht und ein neues eröffnet werden. In Folge müssen der Trackingcode, beziehungsweise die Web-Property-ID geändert werden.

Werden diese Maßnahmen umgesetzt, ist nach derzeitigem Stand eine gesetzeskonforme sowie beanstandungsfreie Nutzung von Google Analytics möglich.
Caspar weist allerdings darauf hin, dass sich die Anforderungen im Zusammenhang mit der sogenannten Cookie-Richtlinie der EU und der Einführung von IPv6 noch einmal ändern könnten.

In diesem PDF Dokument finden Sie noch einmal alle Handlungsempfehlungen des Datenschützers.

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1 Kommentar bisher »

  1. Thomas Schweiger ,

    schrieb am Oktober 20, 2011 @ 12:32

    Diese Stellungnahme betrifft mE nur die dt. Rechtslage, da diese von einem Objektivität des Personenbezug ausgeht, dh wenn „irgendjemand“ den Personenbezug herstellen kann, handelt es sich um personenbezogene Daten. In Ö wird der Personenbezug iS direkt personenbezogener Daten nur dann gegeben sein, wenn jemand selbst oder mit rechtlich zulässigen Mitteln die IP-Adressen einem Anschlussinhaber zuordnen kann. Da aufgrund der derzeitigen Judikatur die Provider keine Verpflichtung haben, den Anschlussinhaber zu erfahren.

    Da daher die IP-Adresse in Ö kein „personenbezogenes Datum“ ist, ist Google Analytics in Ö ohne weitere Konsequenzen anwendbar.

     

 

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