Sie betreten einen Flughafen und suchen zuerst nach Wegweisern und Hinweisschildern. Genauso verhält es sich auf einer Webseite. Interne Links sind die Wegweiser auf Webseiten und führen Besucher und Suchmaschinen strukturiert und gezielt zu allen Bereichen einer Webseite. Wertvoll für SEO aber oft nicht richtig genutzt. Hier die besten Tipps, die größten Fehler.

Bei Verlinkungen denken viele an Verweise von Domain A zu Domain B und dass nur diese für Suchmaschinen wertvoll sind. Vielmehr sind aber auch interne Links innerhalb einer Webseite / Domain sehr wertvoll für Besucher und Suchmaschinen.

Bild: der Unterschied zwischen Externen und Internen Links. Quelle: SISTRIX

Interne Links sind klickbare Verweise auf Webseiten. Im Standard sind diese farblich vom Text unterschiedlich und unterstrichen. Die Darstellung kann vom Programmierer der Webseite verändert werden. Beispiel: Seminare

Bild: Interne Verlinkungen auf der Webseite von GASTEIN.COM

Eine klare und schnell verständliche Darstellung von Links ist empfohlen. Der Grund ist, dass Besucher Links nur dann nutzen, wenn sie diese als solche sofort erkennen. Dies führt Nutzer schneller ans gewünschte Ziel.

Dabei beobachten Google & Co Besucher bei der Nutzung der Webseite und erkennen dabei die Nutzung der Links. Die Beobachtung erfolgt über Webanalyse wie Google Analytics, den Google Chrome Browser, Werbebanner usw.

Der größte Nutzen besteht darin, dass Besucher zu den relevanten Themenclustern und Inhalten geführt werden. Der Linktext auch Ankertext genannt, ist dabei der erste Hinweis worum es bei der Zielseite inhaltlich geht.

Wenn der Mauszeiger auf den Ankertext zeigt wird im Browser zusätzlich die URL der Unterseite angezeigt. Teilweise wird in einem Fähnchen auch eine Beschreibung der Verlinkung angezeigt. Dies setzt voraus, dass der Link Title Tag ausgefüllt wird bzw. werden kann. Beispiel: Suchmaschinenoptimierung

Das ist verschieden bei Webseiten und kann bei der Webagentur erfragt werden. Sinnvoll am Desktop Computer aber nutzlos am Tablet und Smartphone, da hier keine Maus verwendet wird. Wenn vorhanden aber immer einsetzen was wir später noch erklären.

Links, vor allem in Fließtexten sind sehr hilfreich, wenn diese bereits im sichtbaren Bereich (Above the Fold) vorhanden sind. Sind Links in Texten so gesetzt, dass Sie Nutzer auch ohne Navigation ans Ziel führen? Ziele sind Call to Action wie Kontakt, Bestellung, Anmeldung und Einbahnstraßen die im Nichts enden, können damit vermieden werden.

Vermeidung wie zum Beispiel: Sie benötigen eine Analyse Ihrer internen Links? Dann kontaktieren Sie jetzt unsere SEO Experten für ein kostenloses Erstgespräch.

Tipps

  • Wichtige Zielseiten Above the Fold von der Startseite aus verlinken
  • Informative Linktexte verwenden
  • Hilfreiche Links als Unterstützung für Besucher einsetzen

Suchroboter erfassen Webseiten indem Sie den Links von Seite zu Seite folgen. Damit zeigt sich schon der erste relevante Nutzen für Verlinkungen. Aber auch die Platzierung, Inhalt und Häufigkeit haben Auswirkungen auf ein SEO Ranking.

Wenn ein neu erstellter Inhalt eine gute Suchmaschinen Position erhalten soll, dann ist es entscheidend einige Wochen lang von der Startseite aus auf diesen Inhalt zu verlinken. Der Grund ist, dass in der Regel die Startseite die wichtigste Seite ist und Links den Suchmaschinen zeigen, dass die Seite Priorität hat und daher besser gewertet werden soll. Links sind dementsprechend ein wichtiger Rankingfaktor.

Aber auch die Anzahl der Verlinkungen auf eine Zielseite ist ein Signal über die Priorität die der Eigentümer einer Webseite diesem für seine Besucher gibt. Und genau diese Signale helfen Suchmaschinen wie Google in der Bewertung.

Tipps

  • Wichtige Zielseiten von der Startseite aus verlinken
  • Keywords als Linktexte verwenden
  • Wichtige Seiten öfter anlinken

Sortiert nach Priorität.

  1. Textlinks befinden sich im Fließtext
  2. Navigationslinks sind Bestandteil der Navigationen
    • Top Navigation
    • Seiten Navigation
    • Footer Links im Bereich Impressum, AGB, DSGVO usw.
  3. Bildlinks die bei einem Klick auf ein Image zu einem Ziel führen
Bild: Link Arten auf der Webseite von PromoMasters.at

Sitelinks

Die Sitelinks in Suchergebnissen sind Abkürzer für Suchende. Diese erkennen Suchmaschinen daran, dass Besucher von Webseiten oftmals von der ersten Seite zu diesen Seiten klicken. Durch geschicktes Platzieren von Links vor allem im oberen Text der Startseite können Nutzer gelenkt und Suchmaschinen beeinflusst werden, welche Sitelinks angezeigt werden. Dies dauert einige Wochen bis Monate.

Bild: Google Sitelinks zur Webseite von lotterien.at

Diese Linkfehler sind zu vermeiden

Verschiedene Seiten mit dem exakt gleichen Ankertext verlinken. Also zwei verschiedene Seiten mit dem Wort „Sommer Urlaub“ zu verlinken. „Sommer Urlaub Salzburg“ ist jedoch wieder ein eigener Linktext.

Sinnfreie Links verärgern oder verwirren Besucher. Suchmaschinen erkennen dies daran, dass Nutzer retour klicken oder abbrechen.

Exzessives Verlinken verwirrt Nutzer da der Lesefluss laufend unterbrochen wird. Bei jedem Link muss die Entscheidung getroffen werden ob dieser Link nun relevant ist.

Kaputte Links oder weitergeleitete Verweise nicht reparieren.

Optimale interne Verlinkung am Beispiel Wikipedia

Beinahe jeder hat es wahrscheinlich schonmal erlebt, man sucht nach einem Begriff oder einem Thema und einer der ersten Einträge ist Wikipedia – wie machen sie das bloß?

Wikipedia setzt auf Verlinkungen, Verlinkungen, Verlinkungen.

Bild: Suchmaschinenoptimierung bei Wikipedia.org

Sieht man sich beispielsweise die Suchanfrage nach „Suchmaschinenoptimierung“ in Wikipedia an, sieht man, dass bereits im ersten Absatz sieben interne Links zu anderen Wikipedia Einträgen vorhanden sind. Die Linkstruktur von Wikipedia ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Relevanz interner Links, sowohl als Rankingfaktor für die Suchmaschinen als auch als Navigationshilfe für den Nutzer.

Kaputte oder weitergeleitete Verweise werden als Broken Links bezeichnet. Wenn solche bekannt sind, dann müssen diese repariert werden um den Flow zu erhalten.

Google Analytics und Google Search Console sind hierfür ungeeignet. Die Google Search Console zeigt die Anzahl der internen Verlinkungen zur jeweiligen Seite was bei einer ersten SEO-Analyse hilfreich sein kann. Aber es fehlt der Bezug, Broken Links und so weiter.

Die Search Consolen der Bing Webmaster Tools, Yandex Webmaster Tools und Baidu hingegen zeigen tiefergehende Informationen an und sind ein guter Einstieg auch mit beispielsweise Bing von Microsoft zu starten.

Suchmaschinenoptimierer verwenden Tools wie Screaming Frog. Dieser liest die Seite ein (Crawling), wertet diese aus und gibt Informationen über Broken Links, Linktexte, Anzahl der Links, Herkunft und so weiter.

Online Tools wie SISTRIX, Ryte, seobility und XOVI zeigen detaillierte Informationen und Fehler der Linkstruktur an und eignen sich daher besser für eine tiefergehende Analyse. Beispielsweise gibt es mehr als eine Zielseite für einen Ankertext, werden die optimalen Keywords verwendet und gibt es genug Links mit dem Keyword.

Bild: Teil der Linkanalyse im SEO-Tool XOVI – Textanker und Zielseitenanzahl

8 Tipps zu Interne Links

Interne Links bei einem OnePager: wie funktioniert das?

Interne Links bei einer Domain mit nur einer Seite, also einem OnePager, können ganz einfach über Ankerlinks erzeugt werden. Dies bringt außerdem den Vorteil, dass die Seite dadurch eine konzentrierte Linkpower oder Linkkraft erhält.

Beeinflussen interne Links den PageRank?

Der PageRank, oder im SEO Jargon auch Linkkraft oder Linkjuice genannt, wird von internen Links ebenso beeinflusst wie von externen Links. Generell gilt die Regel: Je mehr interne Links, desto besser! Denn, die Verwendung interner Links generiert Linkjuice, je mehr Linkjuice eine Seite erhält, desto höher rankt sie in der Suche.

Siloing: wie verwende ich interne Links um meine Websitestruktur zu verbessern?

Die interne Linkstruktur sowie das Content Siloing haben einen großen Einfluss auf eine gute Websitestruktur. Bei Content Siloing werden die Websiteinhalte thematisch in einer Art Silos angeordnet, die eine bessere Navigation ermöglichen – Amazon ist ein ideales Beispiel für die Silo-Navigation. Die internen Links können dann gezielt auf die thematisch passenden Unterseiten verweisen und durch die übersichtliche Linkstruktur eine gute Websitestruktur ermöglichen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Wecken neuer Potentiale! Nächstes Mal beschäftigen wir uns mit dem Thema „Externe Links für Suchmaschinenoptimierung